Samstag, 9. März 2013

Die lange Bank - des Teufels liebstes Möbelstück



"Ich will mich noch nicht bekehren - das kann ich immer noch, wenn ich alt werde. Vorher will ich mein Leben genießen." So deutlich sagt es kaum jemand. Aber so Mancher, der das Evangelium gehört hat und weiß, daß ein Leben ohne Jesus nach dem Tod die ewige Verdammnis nach sich zieht, denkt so. Und hält sich deshalb für klug. Aber das Gegenteil ist der Fall.

Es wäre unglaublich naiv oder eine platte Lüge, zu behaupten, das Leben mit Jesus sei genußvoller als das ohne Ihn. Nein, wer Ihm nachfolgt, der muß mit Problemen kämpfen, die er sonst nicht hätte. Das wird leider in der evangelistischen Verkündigung oft verschwiegen (um nicht zu sagen: unterschlagen). Ich bin ehrlich genug, um zuzugeben, daß die Sünde tatsächlich sehr genußvoll sein kann. Ja, wirklich! Selbst die Bibel spricht davon (Hebräer 11, 25). Allerdings ist dieses Vergnügen nur sehr kurz. Und darauf folgt ein oft schrecklich ekelhafter Nachgeschmack, der ein Leben lang anhalten kann. Beispiel: Ehebruch führt oft dazu, daß Ehen und Familien zerbrechen - ist es das etwa wert? Das Leben mit Jesus dagegen schenkt zwar auch sehr schöne Momente und Freuden, dazu gehören allerdings auch Verzicht, Opfer und Leiden um Jesu willen. Und doch ist es ein erfülltes, lohnendes Leben. Deshalb ist es äußerst unklug, das Ja zu Jesus auf die Zeit kurz vor dem Tod zu verschieben, wenn man sein Leben bereits vergeudet hat.

Diese Weichenstellung kann aber darüber hinaus auch verhängnisvoll sein. Wer garantiert mir denn, daß ich, bevor ich sterbe, überhaupt noch die Möglichkeit bekomme, das Geschenk der Vergebung der Schuld und des ewigen Lebens anzunehmen? Die meisten Menschen wünschen sich einen schnellen Tod, beispielsweise durch einen Verkehrsunfall, damit ihnen Altersbeschwerden und Pflegebedürftigkeit erspart bleiben. Wenn ihnen dieser Wunsch erfüllt wird, geht es für sie dann aber schnurstracks in die Hölle, wenn sie vorgehabt hatten, erst kurz vor dem Sterben Jesus als ihren Herrn und Erlöser anzunehmen.

Immer mehr Menschen werden im Alter dement. Das bedeutet, daß sie irgendwann auch nicht mehr die geistigen Fähigkeiten für eine Bekehrung besitzen. Ich sehe sie in meinem Beruf jeden Tag. Vor allem der Anblick derer, die nur noch im Bett liegen und mit weit offenem Mund schlafen oder vor sich hindämmern, erinnert mich immer wieder daran, daß es auch für sie zu spät ist für eine "Entscheidung für Jesus". 

Diesen Schritt, warum auch immer, auf einen Zeitpunkt kurz vor dem Tod zu schieben, werden viele, viele Menschen eine Ewigkeit lang in den Qualen der Hölle bereuen. Wollen Sie etwa auch warten, bis es zu spät ist?

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