Mittwoch, 11. September 2013

Was mich beim Lesen von E-Mails nervt



Nein, Spam erwähne ich hier nicht. Das ist zu selbstverständlich, daß einem sowas auf den Geist geht. Außerdem bekomme ich fast keins mehr, seit ich mein Mailprogramm (Outlook 2010) entsprechend konfiguriert habe.

Daneben stören mich noch sechs weitere Dinge:

1) Wenn beim Beantworten meiner Nachricht der Absender nicht die "Beantworten"-Fuktion nutzt, sondern eine ganz neue Mail schreibt, womöglich auch noch mit einem anderen Betreff. Wenn ich dann sehen will, welche Aussagen von mir er beantwortet, dann muß ich erst einmal meine entsprechende Nachricht aus dem "Gesendet"-Ordner heraussuchen. Hätte er auf "beantworten" geklickt, dann hätte er sich das  Tippen meiner Adresse sowie des Betreffs sparen können, und ich könnte unter seinem Text sehen, was ich ihm (oder ihr) zuerst geschrieben hatte. Dieses Verhalten ist natürlich nicht böse gemeint, aber es nervt trotzdem.

2) Wenn bei einem Rundschreiben alle Empfänger auf "An" oder "Cc" stehen und dann als Erstes eine ellenlange Liste von Mail-Adressen zu lesen ist. Das stört besonders, wenn man die Nachricht ausdrucken will oder muß. Es gehört sich, daß man nur einen Empfänger unter "An" angibt und alle anderen unter "Bcc" einfügt, so daß die Empfänger sie nicht sehen.

3) Wenn beim Schreiben keine Absätze und Leerzeilen eingefügt werden. Dann wird man als Empfänger optisch schier erschlagen von einem riesiegen, unübersichtlichen Textblock. Ich hab dann meist keine große Lust, diese Nachricht zu lesen.

4) Wenn die ausgelutschte und langweilige Schriftart "Times New Roman" benutzt wird, möglichst noch in Größe 12. Leutz, es gibt heute tausende kostenloser Fonts, von denen sehr viele ohne Serifen und deshalb schöner, schlichter und leichter zu lesen sind. Das scheint ein Geheimnis zu sein, das  einer ganzen Menge PC-Nutzern immer noch verborgen ist. So, jetzt habe ich es gelüftet!

5) Wenn der Text fettgedruckt ist.  Mancher macht das wohl so, weil er meint, daß er dann leichter lesbar ist. Aber das Gegenteil ist der Fall. Und auch dieser Stil erschlägt den Leser optisch. Fettdruck dient, wie in diesem Text, dem Hervorheben einzelner, besonders wichtiger Wörter oder Sätze. Wenn alles in diesen dicken Lettern steht, ist das, als würde man als Leser die ganze Zeit angeschrien. Wer meint, seine Leser seien sehbehindert, sollte die Buchstabengröße erhöhen, obwohl ich auch das unschön finde.

6) Wenn das Format "Nurtext" statt "HTML" benutzt wird. Ich weiß, ich weiß: Das ist "mordsgefährlich", weil HTML-Mails Bugs transportieren und installieren können. Aber erstens finden sich diese Biester meines Wissens viel häufiger in Mail-Anhängen, und davor schützt "Brain 1.0" sehr zuverlässig, wenn es denn eingesetzt wird. Und zweitens hat heute jeder vernünftige PC-User ein zuverlässiges Antivirenprogramm, das ein- und ausgehende Mails prüft. Meins hat noch nie einen Virus, Trojaner o.ä. im HTML-Text gemeldet, aber schon öfter in Anhängen.
Warum ich das "Nurtext"-Format nicht mag? Weil es keine Formatierungen zuläßt, keine Hintergründe usw. Es sieht einfach aus wie A... und Friedrich bzw. wie aus der Computersteinzeit. Früher, als man noch übers Modem kommunizierte, da sprach für dieses Format die geringere Dateigröße der Mails, aber im DSL-Zeitalter spielt das gar keine Rolle.