Dienstag, 31. Dezember 2013

Was wird uns das Jahr 2014 bringen?

Das wüßten die meisten unserer Zeitgenossen gerne, und deshalb lesen sie Horoskope, gehen zum Wahrsager oder gießen heute abend Blei, um Antworten auf diese Frage zu bekommen.

Abgesehen davon, daß ich an solchen Mummenschanz nicht glaube, möchte ich gar nicht genau wissen, was mir im neuen Jahr alles begegnen wird. Im Rückblick auf mein bisheriges Leben ist mir ganz klar, daß ich dieses Vorherwissen in so manchem Jahr absolut nicht verkraftet hätte. Die Angelsachsen haben schon Recht mit ihrer Redensart "Let's cross the bridge when we come to it" (etwa: "Laß uns die Brücke überqueren, wenn wir sie erreichen"). 

In meinen Augen ist die Frage sowieso falsch gestellt. Es kommt nicht in erster Linie darauf an, was 2014 auf uns zukommt, sondern wer. Und das weiß ich: Es ist der allmächtige Gott, der mein Leben und damit auch meine Zukunft in Seiner Hand hält und es bestimmt.

In einer Situation höchster Gefahr hat es König David vor Jahrtausenden poetisch so ausgedrückt: "In Deiner Hand sind meine Zeiten" (Psalm 31, 16). Mit "Zeiten" sind natürlich nicht chronografische Maßeinheiten gemeint, sondern einfach alles, was uns in unserem Leben so begegnet. Ich bin also nicht einem blinden Schicksal ausgeliefert oder Menschen, die mächtiger sind als ich, sondern meinem Schöpfer.

Das allein ist an sich noch nicht wirklich beruhigend. Es kommt darauf an, was das für ein Gott ist, dem ich so total ausgeliefert bin. Wäre Er willkürlich, launisch oder sogar boshaft, dann wäre das schrecklich. Aber die Bibel offenbart Ihn uns als den Inbegriff einerseits von Gerechtigkeit und Heiligkeit, andererseits aber auch von Liebe, Gnade und Barmherzigkeit. Indem Er Seinen über alles geliebten Sohn in diese Welt gesandt hat, um die Strafe für unsere Sünden durch Seinen stellvertretenden Opfertod am Kreuz zu bezahlen, hat Er Seine Liebe zu uns ein für alle Mal und unwiderlegbar bewiesen. Und da ich dieses Geschenk für mich persönlich angenommen habe, weiß ich: Es gilt auch mir. Er meint es nur gut mit mir. 

Das bedeutet ganz und gar nicht, daß Er mich pampert und alles Unangenehme von mir fernhält. Aber ich weiß aus Erfahrung, daß Er mir in schweren Zeiten besonders nah ist. Und noch viel sicherer weiß ich das aus dem, was Er uns in Seinem Wort, der Bibel, diesbezüglich versprochen hat.

Obwohl ich ein ausgeprägter Pessimist bin, gehe ich zuversichtlich in das neue Jahr. Ich denke an einen Ausspruch des großen Dietrich Bonhoeffer:

Die Zukunft ist genauso hell wie Gottes Verheißungen.

Dienstag, 24. Dezember 2013

"Große" Pläne

Gestern habe ich auf der Autobahn ein lustiges Vehikel überholt: einen Smart, der in Tarnfarben lackiert war wie ein Militärfahrzeug. Und auf der Heckscheibe stand in dicken Buchstaben: "Wenn ich groß bin, werde ich ein Panzer."

Das ist natürlich humorvolle Selbstironie und deshalb keineswegs ernst gemeint. Das wäre ja auch widersinnig: Der Besitzer dieses Minimobils wollte ein kompaktes, wendiges und sparsames Stadtauto. Was sollte der also mit einem Panzer?

Aber wir Menschen denken manchmal so. Wie gerne würden wir Großes tun für Gott und unsere Mitmenschen! Aber das ist nur Wenigen vergönnt. Und das ist auch gut so. Wenn wir alle damit beschäftigt wären, die Welt zu retten, zu revolutionieren oder zu reformieren, dann ginge bald gar nichts mehr. Mindestens ebenso notwendig wie die Mahatma Ghandis, Mutter Teresas, Abraham Lincolns, Albert Schweitzers und wie sie alle heißen, sind die unzähligen unbekannten und eher durchschnittlich begabten Menschen, die sich mit scheinbar "kleinen" Dingen befassen wie Kinder gebären und großziehen, Müll entsorgen, Brot verkaufen, Post zustellen, Kranke, Alte, Gebrechliche und Demente pflegen usw. usw. Selbst ein Spitzenpolitiker kann ganz schnell ersetzt werden - eine Mutter dagegen nur sehr schwer. 

Die wahren "Großen" sind nicht die Leute, die in Politik und Wirtschaft weitreichende Entscheidungen treffen und im Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit stehen. Wirkliche Größe zeigen z.B. Frauen (meist sind es ja Frauen), die liebevoll und im wahrsten Sinne des Wortes aufopferungsvoll betagte Angehörige pflegen. Oder alleinerziehende Mütter, die auf enorm Vieles verzichten, um ihre Kinder durchzubringen und ihnen eine gute Mutter zu sein und ihnen, soweit möglich, den Vater zu ersetzen. Aber auch Männer, die Beförderungen ablehnen, weil sie sonst zu wenig Zeit für Familie und Gemeinde hätten. Überhaupt Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, nicht, um sich selbst zu verwirklichen, sondern um Gott und Mitmenschen zu dienen.

Der Größte unter diesen Großen ist der, dessen Geburtstag wir heute feiern. Jesus Christus hat auf alles verzichtet, was Er hatte. Als schutz- und hilfloses Baby ist Er mitten in unsere schmutzige, leidvolle und ungerechte Welt gekommen. Und dieses bißchen Leben hat Er am Kreuz für uns hergegeben, um die Strafe für unsere Schuld auf sich zu nehmen und zu sühnen.

Darum hat Gott ihn über alles erhöht  und ihm den Namen geschenkt,  der über allen Namen steht: 10 Denn vor dem Namen Jesus wird einmal jedes Knie gebeugt ... (Philipper 2, 9 - 10)

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Geburtstag ohne Geburtstagskind


Stell Dir vor, fast alle Menschen würden Deinen Geburtstag feiern - wäre das nicht toll? Schon Wochen vorher würden sie sich darauf vorbereiten in großer Vorfreude. Sie dichten und komponieren sogar jede Menge Lieder aus diesem Anlaß - toll, nicht?

Allerdings geht es in den meisten dieser Lieder nicht um Dich, sondern um Frosty, den Schneemann, um den Weihnachtsmann, um ein Rentier mit einer leuchtendroten Nase, um ein Winterwunderland usw.


Sie beschenken einander auch reichlich. Aber Du bekommst kein Geschenk. Du bist zwar der Anlaß dieses Festes, aber von den allermeisten Feiernden wirst Du weitestgehend ignoriert. Statt dessen geht es um Familie, Liebe, Harmonie, Fröhlichkeit und festliche Stimmung.

Würdest Du Dich da nicht verhohnepiepelt fühlen? 

Weihnachten ist das Fest der Geburt Jesu, des Sohnes Gottes. Aber für die allermeisten Feiernden spielt Er bei den Feierlichkeiten allenfalls eine kleine Nebenrolle. Es sind Geburtstagsfeiern ohne das Geburtstagskind - das würde dabei nur stören. Deshalb bin ich zutiefst davon überzeugt, daß die Art und Weise, wie die meisten Menschen Weihnachten feiern, wenn auch unabsichtlich, eine Beleidigung des Geburtstagskindes sind. 

Wenn jetzt auch noch aus falscher Rücksichtnahme auf religiöse Minderheiten die letzten Hinweise auf den Anlaß dieses Festes immer mehr in den Hintergrund gedrängt werden, wird Weihnachten endgültig ad absurdum geführt. 

Laß uns gegen den Strom schwimmen. Laß uns ganz bewußt Weihnachten als das Kommen des Erlösers in diese verlorene, dunkle Welt feiern. Dazu gehört auch, zumindest an Heiligabend einen Gottesdienst zu besuchen. BIst Du dabei?