Mittwoch, 1. Januar 2014

Herzlichen Glückwunsch - Sie haben es überlebt!

Jetzt fragen Sie sich sicher, welche Naturkatastrophe ich meine. Nun, das ist doch klar: den Jahreswechsel!

Wie ich dazu komme, ein ganz normales Datum als Naturkatastrophe zu bezeichnen? Das tue nicht ich, sondern meine Zeitgenossen! Gestern haben mir alle Leute einen guten Rutsch gewünscht!

Guten Rutsch? Häh? Davon habe ich nichts gemerkt! Oder hätte ich dafür zwischen 00:59 Uhr und 00:01 Uhr auf der Straße sein müssen? Dann hätte ich zwar jede Menge Lärm erlebt, aber rutschig wäre es nicht gewesen - dafür war es zu warm!

Das wußte ich vorher, und deshalb bin ich wie immer ins Bett gegangen und habe mir, als mich der Lärm der Böller gegen Mitternacht weckte, die Ohrstöpsel tiefer in die Gehörgänge gestopft und dann weitergeschlafen.

Was soll also so rutschig gewesen sein am Jahreswechsel? Manche Zeitgenossen  erklären diesen Wunsch mit dem Wunsch zum jüdischen Neujahrfest "Gut Rosch" (hebräisch "rosch haschanah"). Aber erstens ist das umstritten, zweitens ist das jüdische Neujahrsfest kalendarisch weit entfernt vom 01.01., und drittens wäre es vermessen, zu meinen, ein jüdischer Brauch hätte einen solchen Einfluß aufs nichtjüdischen Brauchtum gefunden ... Schön wär's ja!

Was mich daran stört, ist nur, daß die Leute sich so wenig Gedanken über Sinn und Unsinn dieser Sitte machen. Ich bin jedenfalls nicht gerutscht letzte Nacht. Ich wünschte, ich könnte jede Nacht so gut schlafen! Gerutscht bin ich, wenn überhaupt, bisher jedenfall nur tagsüber.

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