Sonntag, 16. August 2015

Kurzbericht: Meine Erfahrungen mit Windows 10

Ich hatte das Upgrade bestellt. Vor vierzehn Tagen bekam ich die Nachricht, ich könne es jetzt herunterladen. Das hab ich gemacht, aber (und vielleicht hab ich ja da was falsch gemacht) dabei wurde es dann gleich installiert. Nun ja, bis auf das Startmenü (unter 8.1 hatte ich das alte Startmenü ohne Kacheln nachgerüstet, unter 10 ist es eine Art Mischung aus beidem) gefällt es mir sehr gut. Die nervige Charm Bar (das Menü, das immer aufklappt, wenn man mit der Maus zu weit nach rechts kommt) ist verschwunden. Das Starten und Herunterfahren geht noch schneller als bei 8.1. Gut finde ich, daß man auch im Fotobetrachtungsprogramm jetzt die Fotos mit einigen Funktionen bearbeiten kann. Und das alles für lau!

 Ja, eben nicht. Man bezahlt doch dafür, und zwar mit seinen Daten, denn Windows 10 telefoniert ständig nach Hause, und das nicht zu knapp. Man kann das zwar in den EInstellungen stark einschränken, aber eben nicht ganz. Hier mehr dazu: http://www.stern.de/digital/computer/microsoft--windows-10-sammelt-heimlich-daten-6383590.html

Deshalb habe ich mich gestern entschieden, zu 8.1 zurückzukehren. Das ist im Prinzip ganz einfach: Innerhalb der ersten vier Wochen nach Installation genügen wenige Mausklicks, und man ist wieder beim letzten BS. Ging bei mir auch. Nur, daß 8.1 jetzt nicht mehr bootete. Es werden dann einige Reparaturfunktionen angeboten, die ich auch nutzte, aber erfolglos. Dann bleibt noch die Systemwiederherstellung. Windows legt vor dem Upgrade einen Systemwiederherstellungspunkt an, zu dem man zurückkehren kann. Funktionierte bei mir auch nicht.

Mir blieb noch eine letzte Rettung: Ich habe mehrere Image-Backup-Dateien von meinem 8.1-System, die ich zurückspiegeln kann. Aber das ging auch nicht. Es funktionierte - Gott sei Dank - aber mit meinem Windows-10-Backup, das ich gestern vor dem Downgrade angelegt hatte. Nach einigen Stunden intensiver Arbeit war ich dann gestern abend wieder da, wo ich vor dem Versuch gewesen war, zu Windows 8.1 zurückzukehren. Und da bleibe ich vorerst auch. Denn die einzige Möglichkeit, die mir jetzt noch bleibt, um Windows 10 loszuwerden, ist, das System plattzumachen und neu aufzusetzen. Dazu müßte ich mit Windows 7 anfangen und dann das Upgrade auf 8.1 drüberziehen. Und natürlich alle Einstellungen neu machen und alle Programme neu installieren.

Fazit:
Den Wechsel zu Windows 10 sollte man sich sehr gut überlegen. Ich weiß von anderen Usern, die einen ähnlichen Leidensweg hinter sich haben wie ich.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen