Freitag, 11. September 2015

11. September 2001

Ja, heute jähren sich die unglaublich schrecklichen Anschläge vom 11. September 2001 (im Englischen heute kurz nach amerikanischer Schreibweise "9/11" genannt) zum vierzehnten Mal. Wohl jeder von uns erinnert sich so gut wie ich daran, was er damals am frühen Nachmittag unserer Zeit gerade tat und wie er erfuhr, was in New York und Washington und Pennsylvania geschah.

Aber darum geht es mir heute nicht. Auch im Rückblick hat das alles wohl für uns alle nichts von seinem Grauen verloren. So etwas hätte wohl niemand für möglich gehalten. Lange Zeit habe ich gedacht, niemand müsse Angst davor haben, daß Flugzeugentführer einen Flieger zum Absturz bringen würden oder noch Schlimmeres tun könnten - schließlich wollten die Täter auch weiterleben. Ja, das war einmal. Was veranlaßt Menschen zu einem solchen Verhalten? Wie ist so etwas möglich?

Nun, zunächst einmal zeigt dies wieder, wie unglaublich naiv das Sprichwort ist: "Schlimmer geht's nimmer" - im Gegenteil: Schlimmer geht's immer. Es zeigt, zu welchen Grausamkeiten und Bosheiten der Mensch fähig ist, der doch angeblich in seinem tiefsten Innern gut ist. Pustekuchen!

Bibelleser wußten das im Prinzip schon immer: 

"Überaus trügerisch ist das Herz und bösartig; wer kann es ergründen?" (Jeremia 17, 9, Schlachter 2000)

Und Paulus bezeugt: 

"Ich weiß, dass ich durch und durch verdorben bin, soweit es meine menschliche Natur betrifft." (Römer 7, 18, Neues-Leben-Übersetzung)

Aber es war nicht nur Boshaftigkeit, was die Attentäter angetrieben hat. Letztlich war es ein abgrundtiefer HASS. Boshaft waren auch die Nazi-Verbrecher. Aber sie hätten niemals ihr Leben dafür geopfert, um ihre Ziele zu erreichen. Nein, die Mörder von 9/11 wurden, genau wie alle Selbstmordattentäter, von einem kaum vorstellbaren Haß getrieben.

Das ist eine teuflische Perversion der Liebe Jesu, die Ihn ebenfalls in den Tod getrieben hat. Aber nicht, um anderen Menschen zu schaden. Ganz im Gegenteil: Er hat das getan, um uns das Beste anzutun, was nur möglich ist: Er wollte, daß wir vor der selbstverschuldeten Strafe für unsere Sünde bewahrt werden: der Hölle. 

Jemand hat den Teufel einmal den Affen Gottes genannt. Er hat keine eigenen Ideen. Er kann nur die Ideen des Schöpfers nachäffen und ins Gegenteil verkehren.

Ich wünsche mir, daß dieser Tag uns nicht nur an das Grauen vom 11.01.2001 erinnert. Sondern auch an unseren wunderbaren Gott, der uns unendlich liebt, obwohl wir Menschen zu solchen widerlichen Taten fähig sind. Wie unbegreiflich groß ist Seine Geduld mit uns, daß Er die Menschen immer noch gewähren läßt, um ihnen Zeit zur Buße zu geben!

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