Sonntag, 20. Dezember 2015

Weihnachtsfreude ohne Weihnachtsstimmung?

Drei Weihnachtsfeste in meinem Leben gab bzw. gibt es, an denen es mit Weihnachtsstimmung schwierig war bzw. ist:

1979 wollten wir am 27.12. umziehen (kann man wirklich so dämlich sein?). Vorher mußten wir noch die alte Wohnung renovieren. Also stellten wir die Möbel in der Mitte der Zimmer zusammen, um die Wände neu streichen zu können. An Heiligabend legte ich den Pinsel beiseite, ging zu Freunden, um den Weihnachtsmann zu geben, und dann ging es zurück, und ich renovierte weiter.

1983 war unser erstes Weihnachten in Haiti. Natürlich gab es keinen Weihnachtsbaum, und die mitgebrachten Kerzen bogen sich traurig zur Seite durch die Hitze. Den zweiten Weihnachtstag (oder war es erst der 27.12.?) verbrachten wir am Meeresstrand. Obwohl wir selbst im Wasser T-Shirts trugen, holten wir uns einen Sonnenbrand, der sich gewaschen hatte. Fröhliche Weihnachten!

Dieses Jahr stecken wir mal wieder in einem Umzug. Ich bin aus beruflichen Gründen schon mal allein mit dem Nötigsten hier in Bremen eingezogen, während meine Frau noch einmal zurück nach Rüsselsheim mußte für ihre letzten Arbeitstage und um den eigentlichen Umzug vorzubereiten. Heiligabend kommt sie wieder. Aber Ihr müßtet mal sehen, wie es hier aussieht! Das Wohnzimmer wird nur noch von vollen Umzugskartons bevölkert, und der Parkettboden löst sich in Wohlgefallen auf (Anfang nächsten Jahres wird er erneuert). Wie würde sich wohl ein geschmückter Weihnachtsbaum in diesem Chaos machen?

Daß in solchen Situationen kaum Weihnachtsstimmung aufkommt (trotz des Adventsgestecks und des Weihnachtssterns in der Küche), liegt ja wohl auf der Hand. Trotzdem werden die Feiertage für uns eine gesegnete Zeit werden. Warum? Nun, Weihnachtsstimmung ist etwas schönes, aber wahre Weihnachtsfreude ist davon nicht abhängig. Unsere so fast gar nicht weihnachtliche Wohnung ändert doch nichts daran, daß Gott in Jesus Christus Mensch geworden ist, um am Kreuz das größte Problem der Menschheit zu lösen - Er ist dort stellvertretend für uns gestorben als Strafe für unsere Schuld vor Gott. Auf dieser Basis kann Gott uns alles vergeben, womit wir gegen Seine guten Gebote verstoßen haben.

Das ist das größte und wunderbarste Weihnachtsgeschenk. Selbst, wenn ich dieses Jahr überhaupt kein Geschenk bekäme, wäre ich damit unendlich reich beschenkt.

Nochmal zum Mitschreiben: 
Weihnachtsstimmung ist etwas schönes, aber wahre Weihnachtsfreude ist davon nicht abhängig.

Ich wünsche allen Lesern dieses Blogs diese tiefe, beglückende und bereichernde Weihnachtsfreude, die auch am 27.12. noch nicht vorbei sein muß.

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