Samstag, 13. Februar 2016

Jeder Schlüssel paßt (nicht)!

Mit diesem Schlüssel wollte ich heute unseren Opel Meriva entriegeln. Aber obwohl die Batterie genügend Spannung hat und es ein Original-Opel-Schlüssel ist, tat sich nichts. Da konnte ich noch so viel auf den "Öffnen"-Knopf drücken.

Dann fiel mir auf, daß dies nicht der Schlüssel für unseren Meriva ist, den meine Frau sonst immer fährt, sondern für meinen Corsa. Das konnte ja nicht funktionieren.

Ja, aber warum denn nicht? Sind nicht letztlich alle Autos gleich? Müßte dann nicht auch jeder Schlüssel zu jedem Fahrzeug passen? Ist es nicht intolerant und anmaßend, zu behaupten, nur meine Frau habe den passenden Schlüssel für ihr Auto? Auf diese Idee würde wohl kein geistig gesunder Mensch kommen.

Wenn es dagegen um religiöse Dinge geht, herrscht genau dieses Denken vor. Alle Religionen beten zu demselben Gott, sagt man. Und deshalb sei auch jede gleichermaßen der richtige Weg zu Ihm. Es sei anmaßend und intolerant, wenn konservative Christen behaupten, nur durch Jesus Christus könne man zu Gott kommen (auch, wenn Er das selbst von sich behauptet hat in Johannes 14, 6). 

Diese Auffassung hat natürlich manches für sich: Sie stößt niemand vor den Kopf, und sie paßt sehr gut zum postmodernen Zeitgeist, der alles gleichermaßen gelten läßt - auch Ansichten, die einander diametral widersprechen. Sie hat aber auch gravierende Nachteile: Erstens ist sie unlogisch und zweitens falsch.

Unlogisch: Sollte ein und derselbe Gott den Christen gesagt haben, Er habe sich abschließend in Seinem Sohn Jesus Christus offenbart (sich bemerkbar gemacht und Seinen Willen kundgetan), den Muslimen jedoch, Er habe gar keinen Sohn, und an dessen Stelle sei Mohammed Sein letzter Prophet? Wie kann man behaupten, z.B. Hindus auf der einen Seite und Juden, Christen und Muslime auf der anderen Seite beteten denselben Gott an, obwohl es im Hinduismus Millionen von Göttern gibt, während die anderen drei Religionen das als Götzendienst ablehnen, den ihr Gott haßt? Und hätte Gott Seinen innig geliebten Sohn einen grausamen Tod am Kreuz sterben lassen, um noch einen hundertneunundzwanzigsten Weg zu Ihm zu schaffen, wenn doch ein einziger reichen würde?

Damit sind wir wieder bei der verriegelten Autotür. Auch, wenn es nicht zum Zeitgeist paßt: Es gibt Fragen, auf die es nur eine einzige richtige Antwort gibt. Ich nenne zusätzlich zum Autoschlüssel noch zwei weitere Beispiele: Ergibt die Gleichung 1 + 1 auch das Ergebnis -29, 359996677 oder 5,877? Kann man einen Zehnerbolzen auch mit einem Dreizehnerschlüssel festziehen?

Jetzt hättest Du von mir sicher gerne einen Beweis für die Richtigkeit meiner Überzeugung, daß ausgerechnet Jesus Christus der einzige Weg zu Gott ist. Den gibt es leider nicht. Aber es gibt empirische (erfahrungsmäßige) Hinweise darauf: Frage mal einen Juden, einen Muslim, einen Hindu, einen Buddhisten usw., ob er die Gewißheit hat, daß Gott ihn aufgrund seiner religiösen Leistungen angenommen hat bzw. annimmt. Wenn sie ehrlich sind, werden sie diese Frage allesamt verneinen müssen.

Wer dagegen darauf vertraut, daß der stellvertretende Opfertod Jesu am Kreuz ihm trotz seiner Unvollkommenheiten den Weg zu Gott geebnet hat, der hat diese Gewißheit. Weil sie nämlich nicht auf den eigenen, zwangsläufig unzulänglichen reiligiösen Leistungen beruht, sondern einzig und allein auf dem, was der sündlose Sohn Gottes für ihn getan hat. Diese Gewißheit ist das Kostbarste, was ich habe, und so gut das Einzige, was mir nichts und niemand nehmen kann. 

Du kannst es auch haben! Es ist ein Geschenk, das Gott allen Menschen anbietet.

Denn so hat Gott der Welt seine Liebe gezeigt: Er gab seinen einzigen Sohn dafür, dass jeder, der an ihn glaubt, nicht ins Verderben geht, sondern ewiges Leben hat.
(Johannesevangelium 3, 16)

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